PR für Geothermieprojekte

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Kommunikation und ihre Wirkung in der Geothermie

Die Nutzung der geothermischen Ressourcen bleibt in Deutschland derzeit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Projekte werden verzögert, verschoben oder abgesagt, weil sich in der Bevölkerung und bei lokalen und regionalen Entscheidungsträgern erhebliche Widerstände abzeichnen. Ein wichtiger Grund hierfür liegt vermutlich in der zum Teil noch mangelhaften Kommunikation der meist technisch fokussierten Projektbetreiber und der fehlenden Einbindung der Öffentlichkeit in die Projektentwicklung und -realisierung.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Vorhaben von Enerchange hatte zum Ziel, durch die Analyse der Kommunikationsaktivitäten und ihrer Auswirkungen dazu beizutragen, die Öffentlichkeitsarbeit für Projekte der tiefen Geothermie zu verbessern. Dies kann die Akzeptanz der Projekte in der Bevölkerung deutlich erhöhen, was die Umsetzung neuer Projekte bzw. den Betrieb bestehender Projekte erleichtert und dadurch die weitere technische Entwicklung dieser Energienutzungsform unterstützt.

Das Projekt

Das Projekt „Evaluation der Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojekte in Deutschland und Erarbeitung von praxisbezogenen Hilfestellungen für Entwickler und Betreiber von geothermischen Anlagen“ wurde 2011 begonnen und mit der Veröffentlichung eines PR-Leitfadens 2014 beendet. Es war in drei Phasen unterteilt: Im ersten Schritt wurde am Beispiel der Geothermieprojekte in Brühl, Unterhaching, Landau und Bruchsal untersucht, welche Akzeptanz das jeweilige Projekt in den lokalen Medien und in der Bevölkerung hat und welche Öffentlichkeitsarbeit die Projektverantwortlichen bislang betrieben haben. Im zweiten Schritt wurde für zwei Projekte ein PR-Konzept erstellt, dessen Maßnahmen-planung auf den Erkenntnissen aus der ersten Phase aufbaute. Der letzte Schritt umfasste Konzeption, Redaktion, Layout und Druck eines Leitfadens, in dem alle Erfahrungen und Erkenntnisse aus den vorherigen Projektphasen zu praktischen Handlungsempfehlungen verdichtet wurden.

Projektablauf
Phase 1 Analyse und Evaluation der Öffentlichkeitsarbeit  und Akzeptanz von ausgewählten Geothermieprojekten
6/11 Vorüberlegungen - Definition der Fragen und Hypothesen, Selektion und Vorauswahl von zwölf geeigneten Geothermie-Projekten anhand einer Bewertungsmatrix
7/11 - 8/11 Projektauswahl - Auswahl von vier Zielprojekten anhand einer groben Analyse der Akzeptanz, Medienberichterstattung und PR-Aktivitäten bei den vorausgewählten zwölf Projekten
9/11 - 10/12 Medienanalyse - Analyse der Berichterstattung in den lokalen, regionalen und überregionalen Print-Medien sowie stichprobenartiger, qualitativer Vergleich mit Online-Berichterstattung
10/11 - 11/12 PR-Analyse - Analyse der Öffentlichkeitsarbeit der jeweiligen Projektverantwortlichen
1/12 - 7/12 Stakeholderanalyse - Analyse von Wahrnehmungsprozessen; Interessen und Bedürfnissen in der Öffentlichkeit durch Stakeholder-Interviews
11/12 - 12/12 Synthese - Bewertung der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz, sowie der Öffentlichkeitsarbeit der Projektbetreiber; Lehren für die PR für Geothermieprojekten
   
Phase 2 Entwicklung von je einem PR-Konzept für ein Projekt in der Startphase und ein Projekt im Betrieb
1/13 - 2/13 Briefing - Ausführliche Gespräche mit Betreibern der beiden Projekte über deren Lage und Ziele
3/13 - 10/13 Erstellung PR-Konzepte - Ausarbeitung von zwei Kommunikationskonzepten auf Basis des 9-Phasen-Modells und der Erkenntnisse aus Teil 1 und Diskussion der Ergebnisse mit den Projektbetreibern
   
 Phase 3 Erstellung Leitfaden "Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojeke"
11/13 Konzeption - Inhaltliches Konzept und Erstellung des Inhaltsverzeichnisses auf Basis der Ergebnisse aus Phase 1 und 2
12/13 - 6/14 Redaktion - Texterstellung, Produktion Schaubilder, Bildauswal und Korrektur
6/14 - 7/14 Veröffentlichung - Layout, Korrekturen, Druck und Veröffentlichung

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